• Sissi

Grübeln vor dem Einschlafen stoppen



Wenn du nachts im Bett oft lange wach liegst und nicht einschlafen kannst, wenn dein Gehirn einfach nicht abschalten will, dann lies meine 3 Tipps um dein Grübeln zu stoppen.

Immer wieder erzählen mir Klient*innen, Freund*innen und Bekannte, dass sie nicht schlafen können. Deshalb wollte ich herausfinden, welche Gemeinsamkeiten es gibt und Ideen generieren, damit sie und auch du besser schlafen können.


Ich habe mit einigen Leuten gesprochen und gechattet. Eine Freundin erzählte mir, sie liegt ungefähr zweimal pro Woche für zwei Stunden wach. Eine erzählt, dass sie beim Schlafengehen eher an Vergangenes denkt und wenn sie nachts wach wird, kreisen die Gedanken meist um Zukünftiges. Es scheint keine Auslöser für die schlaflosen Nächte zu geben, außer vielleicht sonntags die „Vorbereitung“ auf die Arbeitswoche.

Mir passiert es selbst auch manchmal, dass ich länger nicht einschlafen kann und die Gedanken kreisen. Ich habe überlegt, woran es liegt.


Wieso guter Schlaf wichtig ist, und acht Tipps um besser zu schlafen, habe ich schon in diesem Blogartikel zusammengefasst. Einer der dort genannten Auslöser für Schlaflosigkeit ist das Kaffee trinken nach 18:00. Das führt nämlich dazu, dass es im Kopf einfach nicht aufhört zu rattern, einhergehend mit einem Gefühl von Stress, auch wenn mich nichts gestresst hat.


Der Hauptgrund fürs nicht aufhörende Grübeln im Bett ist aber, meiner Meinung nach, dass ich überhaupt erst beginne über ein Thema nachzudenken, sobald ich im Bett liege. Das mache ich nämlich normalerweise nicht. Ich gehe ins Bett, mein Ohr berührt den Polster und in wenigen Minuten bin ich eingeschlafen. Ich denke über nichts nach, spüre das warme und weiche Bett und bin schon weg.

Also mein Tipp Nummer 1:

Erst gar nicht mit dem Nachdenken beginnen

Wenn man mal angefangen hat, dann kommt man aus dem Strudel schwer wieder raus.

Was dabei hilft ist sicherlich, wirklich müde zu sein. Es bringt nix ins Bett zu gehen, wenn man noch wach und fit ist. Das klingt vielleicht selbstverständlich, aber was ist, wenn man weiß, dass man nur bestens ausgeschlafen ist, wenn man eine 7-stündige Nachtruhe hatte? Dann rechnet man natürlich aus, wann man ins Bett gehen muss und kommt zu einer Schlafengehzeit, die das ermöglichen würde. Es bringt aber nix, wenn man einfach nicht müde ist. Da wälzt man sich ja umsonst herum und die Gedankenkarusselle kommen fix dahergeflogen.


Um im Bett das Gedankenkreisen über den kommenden Tag zu vermeiden, könntest du diesen Tag schon vor dem zu Bett gehen planen. Schau in den Kalender was ansteht, überlegen wie du dir den Tag gut einteilen kannst. Lege dir die Sachen schon zurecht, falls du in der Früh nicht im Stress sein willst diesbezüglich.


Nicht nachzudenken erfordert aber wirklich große Disziplin. Es braucht auch einen ordentlichen Brocken Selbsterkenntnis und Selbstwahrnehmung. Das führt mich zum nächsten Tipp.




Erforsche deine abendlichen Gedanken-Routinen


Wenn du schon dabei bist, gedanklich vor dem Schlafen gehen, alles in Ordnung zu bringen, dann könntest du dir generell einmal ansehen, wie deine Gedanken-Routinen abends sind. Worüber denkst du am ehesten nach, wenn du grübelst? Vergangenes, Zukünftiges? Malst du dir aus, was alles Schlechtes oder Unvorhergesehenes passieren könnte?


Oder kaust du den vergangenen Tag durch? Gibt es viele offene Enden oder ungelöste Probleme, die dich dann abends belästigen?


Und frag dich nun aber auch, bringt es dir etwas, das zu tun? Horrorszenarien ausmalen, alle möglichen Eventualitäten durchspielen – hat es dir jemals wirklich etwas genutzt? Traf es jemals so ein, wie du gedacht hast? Konntest du ein Problem wirklich nachhaltig lösen, welches dich tagsüber beschäftigt hielt?


Hast du denn in dieser Halbschlaf-Phase wirklich einen kreativen und offenen Geist um gedanklich Großes zu vollbringen? Wohl kaum.


Also, wenn du damit aufhören willst, dann mache es gleich heute Abend. Probiere aus, mal an etwas anders zu denken. Zum Beispiel an schöne Momente des Tages, die dich nicht aufwühlen, sondern zufrieden machen.