• Sissi

So lässt sich das Mangeldenken auflösen

Aktualisiert: Jan 1

In diesem Blogartikel erzähle ich dir, wie ich aus dem Mangeldenken rauskam und gebe dir drei Tipps mit denen du es auch schaffst.

Lego Köpfe


Mangeldenken, was ist das überhaupt?


Mangeldenken ist so eine Grundsatzeinstellung. Es ist eine innere Überzeugung, dass etwas fehlt oder fehlen wird.

  • Mir fehlt das nötige Selbstbewusstsein.

  • Ich habe nicht genug Geld.

  • Ich bin alleine.

  • Meine Wohnung ist zu klein.

  • Ich bin kein guter Vater / keine gute Mutter.

  • Ich habe nicht so viel Macht wie die da oben.

  • Ich bin zu alt für das.

  • Ich weiß noch zu wenig um das zu tun, um mich das zu trauen.

  • Ich werde nie so gut sein wie die anderen.

  • Ich bin einfach nicht die Person fürs Rampenlicht.

  • Mir hat immer schon der Mut gefehlt.

  • Immer werden die anderen bevorzugt.

Ist man in diesem Denken drin, dann weiß man innerlich, tief drinnen, dass sich dieser Mangel-Zustand auch nicht ändert. Man wünscht sich eine Änderung, träumt vom großen Traum, aber glaubt eigentlich nicht daran. Man ist nicht 100% von sich und dem eigenen Können oder der eigenen Wirksamkeit überzeugt.

Ein Beispiel, welches oft im Zusammenhang mit Mangel genannt wird, sind Menschen, die selbst oder deren Vorfahren, an Hunger gelitten haben. Sie haben nun im Leben übervolle Gefrierschränke, horten Lebensmittel und noch viele andere Dinge. Sie können nicht loslassen und nicht darauf vertrauen, dass für sie gesorgt ist. Obwohl sie in Wirklichkeit genug Geld hätten um sich auch in Zukunft noch zu versorgen. Sie haben diesen übergroßen inneren Drang, vielleicht sogar Zwang, für mögliche Notlagen etwas auf die Seite zu legen.

Einfach nur umdenken?


Viele Coaches und Online Ratgeber sagen, dass man einfach nur umdenken, den Blickwinkel ändern muss. Es heißt immer, man soll raus aus dem Mangel-Denken und die Sicht der Fülle annehmen. Das klingt so toll und einfach. Statt mir selbst zu sagen, dass ich nix kann, sage ich mir „Du kannst alles schaffen.“

So einfach ist das aber leider nicht. Mit dem herunterbeten von Affirmationen kommen wir nicht weiter. Hier fehlt die ganzheitliche, die körperzentrierte Herangehensweise. Denn wir sind nicht einfach nur die Sätze in unserem Kopf. Wir sind mehr.



Mangeldenken lässt sich nicht einfach durch Fülle-Denken ersetzen.

Das Mangeldenken ist kein bewusster Akt, sondern läuft auf einer unterbewussten Ebene ab. Somit kann es auch nicht auf einer rationalen und bewussten Ebene gelöst werden. Was aber hilft sind eigene Gefühle und den Körper zu involvieren um in ein ganzheitliches „Denken“ der Fülle zu kommen.

Meine Geschichte: nach der bestandenen Prüfung ging's bergab

Zum Veranschaulichen erkläre ich das Ganze anhand meines persönlichen Beispiels. Ich steckte selbst bis vor kurzem ziemlich tief im Mangel-Denken fest. Und zwar bezüglich meines eigenen Könnens.


Schon seit einigen Jahren beschäftige ich mich mit meiner Persönlichkeitsentwicklung und mit Mindset-Arbeit. Ich dachte, diese Mangel-Weltsicht hätte ich längst hinter mir gelassen.

Ich kam aber mit meinem Business nicht voran. Die zweite Hälfte des Jahres 2019 lief immer schlechter, immer weniger Klient*innen meldeten sich. Auch der Start ins Jahr 2020 war schwierig und dann kam noch zusätzlich Corona.